Burnout durch Perfektionismus

Perfektionismus - Vor- und Nachteile

Vielen ist es sicherlich schon bewußt: perfektionistische Menschen haben ein stark erhöhtes Risiko an einem Burnout zu erkranken.Pflichtbewußtsein, Engagement und Initiativkraft sind ohne Zweifel sehr beliebt bei Arbeitgebern. Wer möchte nicht einen Mitarbeiter haben, der für das Unternehmen „alles“ gibt. Arbeitgeber sind bewußt auf der Suche nach derartigen Persönlichkeiten und aus Arbeitnehmersicht bleibt häufig nicht viel anderes übrig, als seine letzte Energie für den Arbeitsplatz zu investieren, um diesen zu sichern. Aber auch im Bereich der Selbstständigkeit gibt es viele Menschen, die alles perfekt machen wollen und Ihre ganze Kraft in Ihr Unternehmen oder ihre Tätigkeit stecken.

Zu perfekt

So gern Menschen mit diesen Eigenschaften häufig gesehen werden und so erfolgreich viele Menschen mit einer derartigen Persönlichkeitsstruktur auch werden mögen: gesund sind diese Eigenschaft dann nicht mehr, wenn es in Richtung Selbstaufopferung geht; wenn man sozusagen bis zum Umfallen arbeitet. Genau dies ist es, was viele Menschen zum Burnout, zum Ausbrennen führt. Der menschliche Körper und vor allem auch der menschliche Geist haben nun einmal nur ein begrenztes Volumen an Energie, das sie für eine gewisse Zeit investieren können. Lebt man über seine Verhältnisse, rächt sich das über die Zeit. Nicht nur daß der Körper schaden nimmt, durch Infektanfälligket, Magen- und Darmerkrankungen sowie Herz- und Kreislaufproblem, sondern auch der Geist brennt aus.

Ausbrennen durch Perfektionismus

Vielleicht haben Sie in Ihrer Umgebung schon einmal jemanden erlebt, der „ausgebrannt“ ist. Vielfach waren dies Menschen, die Sie immer fragen konnten, die immer alles übernahmen, die niemals „nein“ sagten. Auf einmal waren sie nicht mehr da, krank geschrieben; keiner weiß so richtig was die jeweilige Person hat; auf Nachfrage hört man von körperlicher Erschöpfung, in manchen Fällen von Depressionen. Gemeinsam ist allen Fällen jedoch, daß sie sich dem Druck der vorherigen Tätigkeiten nicht mehr aussetzen können. Ihr Geist und vielfach auch der Körper streiken schlichtweg. Der Burnout ist da.

Burnout vorbeugen

Daher gilt es für alle diejenigen, die sich selbst als Perfektionisten kennen, auch einmal das Gegenteil zu erlernen: nämlich: einmal „fünfe gerade seine lassen“, einmal „nein“ zu sagen; gegenüber Kollegen oder Kunden auch mal eine Grenze zu ziehen; das Handy oder den Blackberry in einer Mittagspause ausschalten; einen festen Abend definieren, an dem Sie früher gehen; Yoga, Tai Chi, Entspannungstechniken oder ähnliches erlernen; ein Achtsamkeitstraining odereinen Meditationskurs machen: es gibt viele Möglichkeiten zu entspannen, aber gerade bei Perfektionisten muß man diese Eigenschaft, des Loslassen –Könnens erst einmal erlernen. Gleiches gilt für die Einstelllung gegenüber eigenen Fehlern: denn wie schon die alten Römer sagten: „errare humanum est: irren ist menschlich“. Der Mensch macht immer wieder mal Fehler. Wichtig ist nur, daraus zu lernen und besser zu werden und sich nicht selbst dafür zu verachten bzw. eine noch größere Anspannung und Angst vor erneuten Fehlern zu entwickeln. Noch mehr über Perfektionismus finden Sie auf www.perfektionismus.com